Brogues: Stilvolles Lochmuster mit Bodenhaftung Ob Full-Brogue, Semi-Brogue oder Longwing – Schuhe mit den charakteristischen Lochverzierungen sind absolute Klassiker. Ursprünglich ein reiner Herrenschuh, haben sie längst auch die Herzen (und Schuhschränke) modebewusster Frauen erobert. Brogues mit charakteristischen Lochverzierunge Von der Sumpflandschaft zum Adels-Chic Der Begriff leitet sich vom englischen brogueings ab und bedeutet schlicht „Löcher“. Doch was heute edle Zierde ist, hatte früher einen rein praktischen Nutzen: Die Erfinder: Irische Bauern und englische Förster versahen ihre Schuhe mit Löchern, damit Wasser von feuchten Sumpfböden schneller abfließen und das Innere trocknen konnte. Der Aufstieg: Die britische Oberschicht entdeckte die praktische Lochung für Landpartien, bis der „Brogue“ schließlich die Gesellschaft eroberte. Die feinen Unterschiede: Full, Semi oder Longwing? Die Intensität der Lochverzierung bestimmt den Namen des Modells. Wichtig: „Brogue“ bezeichnet das Muster, das meist auf Modellen wie Oxford oder Derby ergänzend hinzugefügt wird. Modell Merkmale Semi-Brogue (Half-Brogue) Dezente Lochung, bei der nur die Vorderkappe verziert wird. Full-Brogue Lochverzierungen reichen seitlich bis zum Schaft; charakteristisch ist die Flügelkappe. Longwing Eine Form des Full-Brogue, bei der die Flügelkappe bis zur Fersennaht nach hinten reicht. Etikette: Wann trägt man Brogues? In der Welt der klassischen Schuhe gilt: Je schlichter der Schuh, desto formeller ist er. Sportive Eleganz: Brogues wirken immer sportlicher als glatte Schuhe und sind daher für feierliche oder sehr formelle Anlässe weniger passend. Die 18-Uhr-Regel: In England wird ein Brogue traditionell nach 18 Uhr nicht mehr getragen. Sommer-Option: Er bietet einen luftigen, stilvollen Ersatz für die Sandale. Styling-Tipp für Damen: Auch in den Schuhschränken der Frauen haben maskuline Schuhtypen wie der Budapester oder Brogue ihren festen Platz erobert und setzen einen starken Akzent zu femininen Outfits.